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Kitespot Heiligenhafen

Geschrieben von Lasse, Kiter seit 12 Jahren und Teil der Kitemana Crew

Kitesurfen in Heiligenhafen heißt: Graswarder. Der ausgewiesene Kitespot liegt direkt hinter dem Yachthafen und läuft am besten bei West bis Nordwest, bei Ostwind wird das Wasser glatt. Am Steinwarder und auf dem Binnensee ist Kiten verboten. Wichtig vorab: Heiligenhafen ist ein Spot für Könner. Seebrücke, Strandkörbe und Holzbuhnen lassen Einsteigern zu wenig Spielraum.

Wo darf man in Heiligenhafen kitesurfen?

In Heiligenhafen darfst du nur am Graswarder kiten. Das ist der Strandabschnitt östlich der Seebrücke, direkt hinter dem Yachthafen. Die Stadt hat ihn gezielt für Kiter freigegeben, damit sich Badegäste, Windsurfer und Kiter nicht mehr gegenseitig im Weg sind.

Am Steinwarder, dem westlichen Strand auf der Halbinsel, ist Kiten verboten. Dort siehst du bei Westwind Windsurfer in der Welle, aber keine Schirme. Auch der Binnensee ist tabu. Das flache Wasser hinter dem Yachthafen sieht verlockend aus, ist aber ausschließlich für Segler und SUP freigegeben.

Breit ist der Sandstrand am Graswarder zwar, aber viele Strandkörbe machen den Platz zum Aufbauen, Starten und Landen knapp. Hier musst du deinen Kite auch auf engem Raum sicher kontrollieren.

Wasser Flachwasser bei Ost, kleine Welle bis Kabbelwasser bei West bis Nordwest
Wind West bis Nordwest (schräg auflandig) und Ost (sideshore). Süd bis Südwest ist ablandig
Tide Keine Gezeiten. Der Wasserstand ändert sich nur, wenn der Wind Wasser in die Bucht drückt oder herauszieht
Level Nur für Könner. Kein Spot für Einsteiger oder Kiteschulung
Achtung Holzbuhnen im Wasser, alte Stegpfähle mitten in der Bucht, viele Strandkörbe am Strand, böiger Wind im Lee der Seebrücke, Naturschutzgebiet Graswarder. Kiteverbot am Steinwarder und auf dem Binnensee
Anfahrt Der Ausschilderung „Graswarder" und „Yachthafen" folgen. Parkplatz am Katamarancenter direkt am Spot, dort auch WCs

Bei welchem Wind funktioniert der Graswarder?

Der Graswarder läuft am besten bei West bis Nordwest. Der Wind kommt dann schräg auflandig rein, und über der vorgelagerten Sandbank bauen sich kleine, steile Wellen auf. Vom flachen Ufer aus hast du genug Anlauf, um sie anzufahren, und auf dem Rückweg ist meist noch ein Turn drin.

Bei Ostwind ist es ein anderer Spot. Der Wind steht sideshore, und weil zwischen Heiligenhafen und Fehmarn zu wenig Strecke für Wellen bleibt, ist das Wasser meist glatt. Das ist dein Tag für Sprünge, neue Tricks oder das Foilboard.

Bei Süd bis Südwest weht der Wind vom Land aufs Wasser. Dann bleibt der Schirm in der Tasche, und du fährst zu einem der Nachbarspots.

Im Jahresmittel hat Windfinder an der früheren Station in Heiligenhafen rund 14 Knoten gemessen, mit Böen um 22 Knoten, vorherrschend aus Nordnordwest. Die Werte stammen aus den Jahren 1999 bis 2016, für deine Session zählt die aktuelle Vorhersage. Welche Kitegröße du bei welchem Wind brauchst, hängt von deinem Gewicht ab: Hier findest du deine Kitegröße.

Worauf du am Spot achten musst

Am Graswarder solltest du vor dem Start die Hindernisse an Land und im Wasser kennen, dazu die Seebrücke und die Grenzen der Kitezone.

An Land stehen viele Strandkörbe. Such dir zum Aufbauen und Starten eine freie Fläche mit genug Abstand in Lee, und lass dir beim Starten und Landen helfen. Im Wasser liegen Holzbuhnen, die du je nach Wasserstand schlecht siehst.

Dazu kommen die Reste eines alten Stegs. Mitten in der Bucht ragen Holzpfähle aus dem Wasser. Mit Kite und über 20 Meter Leinen hängst du schneller daran fest, als dir lieb ist. Präg dir ihre Position ein, bevor du aufs Wasser gehst.

Links vom Spot, vom Strand aus gesehen, liegt die Seebrücke. In ihrem Lee wird der Wind böig und unberechenbar. Fahr dort nicht hinein und starte nicht zu nah daran.

Der Graswarder ist außerdem Naturschutzgebiet. Halte dich an die Beschilderung am Strand und frag im Zweifel vor Ort nach, wo die Kitezone endet.

Achtung Holzbuhnen und Stegpfähle: Im Wasser stehen Holzbuhnen und mitten in der Bucht die Pfähle eines alten Stegs. Halte Kite, Leinen und dich selbst weit davon weg, vor allem beim Starten, beim Landen und wenn du nach einem Sturz abtreibst.

Ist Heiligenhafen gut zum Kitesurfen lernen?

Nein, zum Kitesurfen lernen ist Heiligenhafen nicht geeignet. Die Seebrücke, die vielen Strandkörbe an Land und die Holzbuhnen im Wasser lassen im Uferbereich keinen Raum für Einsteigerschulung. Wer hier aufs Wasser geht, muss Start, Landung und Höhe sicher beherrschen.

Zum Lernen fährst du besser ein paar Kilometer weiter, über die Fehmarnsundbrücke nach Gold auf Fehmarn. Lern dort mit einer Kiteschule, die dir das Sicherheitssystem und die Vorfahrtsregeln beibringt, bevor du allein rausgehst.

Wenn du sicher fährst, findest du in Heiligenhafen bei Nordwest kleine Wellen. Für echte Wave-Sessions sind sie zu klein, als Einstieg in die Welle passen sie gut.

Wenn der Wind nicht passt: Fehmarn und Großenbrode

Steht der Wind in Heiligenhafen ablandig, liegen die Alternativen nur wenige Kilometer entfernt. An dieser Ecke der Ostsee entscheidet die Windrichtung selten, ob du fährst, sondern wo.

Auf Fehmarn funktioniert dank der Insellage fast jede Windrichtung, und der Wulfener Hals im Süden ist stehtief. In Großenbrode ist der Weststrand die bekannteste Adresse. Alle Spots mit Windrichtung und Level findest du in unserem Überblick der Kitespots in Deutschland.

Lasses Tipp: Unterschätz den Ostwind nicht. Weil zwischen Heiligenhafen und Fehmarn kaum Strecke für Wellen bleibt, ist das Wasser bei Ost meist spiegelglatt. Genau dann sind Sprünge und neue Tricks am entspanntesten.

Häufige Fragen

Wo darf man in Heiligenhafen kitesurfen?

In Heiligenhafen ist Kitesurfen nur am Graswarder erlaubt, dem Strand direkt hinter dem Yachthafen. Am Steinwarder und auf dem Binnensee gilt ein Kiteverbot.

Bei welcher Windrichtung kann man in Heiligenhafen kiten?

Der Graswarder funktioniert bei West bis Nordwest mit kleinen Wellen und bei Ost mit glattem Wasser. Bei Süd bis Südwest ist der Wind ablandig, dann weichst du besser nach Fehmarn oder Großenbrode aus.

Ist Heiligenhafen gut zum Kitesurfen lernen?

Nein, Heiligenhafen ist ein Spot für Könner. Seebrücke, viele Strandkörbe am Strand und Holzbuhnen im Wasser lassen keinen Raum für Einsteigerschulung. Zum Lernen eignet sich Gold auf Fehmarn besser, am besten mit einer Kiteschule.

Wo parkt man zum Kiten in Heiligenhafen?

Zum Kiten parkst du am Katamarancenter am Graswarder, direkt hinter dem Yachthafen. Folge in Heiligenhafen der Ausschilderung „Graswarder" und „Yachthafen", dort gibt es auch WCs.

Darf man auf dem Binnensee in Heiligenhafen kiten?

Nein, auf dem Binnensee in Heiligenhafen ist Kitesurfen nicht erlaubt. Das Gewässer ist ausschließlich für Segler und SUP freigegeben. Zum Kiten fährst du an den Graswarder.

LIES AUCH: KITESURFING SPOTS IN DEUTSCHLAND
Du weißt etwas über Heiligenhafen, das hier fehlt?

Du kitest hier und etwas in diesem Guide ist veraltet oder fehlt? Schick es an info@kitemana.de. Wir prüfen jeden Tipp und nehmen die guten in diesen Guide auf.

Noch Fragen zum Kitesurfen in Heiligenhafen?

Ruf uns an, schreib uns eine Mail oder eine WhatsApp. Wir helfen dir gern weiter.

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